Für welche Erkrankungen ist eine homöopathische Therapie sinnvoll? Indikationen/Kontraindikationen



Die Homöopathie hat für nahezu alle Arten von Erkrankungen ein passendes Medikament. Hier einige weinige Beispiele:

Akute Erkrankungen

  • Augen, Ohren, Nase, Maul: Laryng- oder Pharyngitis, Zahnfleischentzündung, Ohrenentzündung, Bindehautentzündung
  • Magen-Darm-Trakt: Gastritis, Erbrechen, Diarrhoe
  • Bewegungsapparat:Wunden, Verletzungen (Prellungen, Verstauchungen, Knochenbrüche), Überbeine, Sehnenverletzungen, Bandscheibenvorfall
  • Atmungsapparat: Akute und Chronische Bronchitis, Mandelentzündung
  • Genitalapparat: Vaginitis, Blasenentzündung, Prostatahypertrophie, Harn- und Kotabsatzprobleme, Inkontinenz
  • Hauterkrankungen: Allergische Reaktionen, Warzen, Sonnenbrand
  • Stoffwechsel: Lebererkrankungen, Hauterkrankungen
  • Allgemein: Gehirnerschütterung, Lähmungen, Epilepsie, Durchblutungsstörungen
  • Entzündungen: Mastitis, Abszesse (auch Analdrüsen), Fisteln, Zahnfleischentzündungen

Chronische Erkrankungen

Prinzipiell fallen darunter alle oben aufgeführten Erkrankungen, die schon lange bestehen (mindestens seit drei Wochen). Oft ist die Gabe des Konstitutionsmittels geeignet.

Verhaltensauffälligkeiten

Häufig ist ein Verhaltenstraining zwingend erforderlich, um „falsch“ gelerntes Verhalten in einer Situation neu zu erlernen und durch positive Erfahrungen zu ersetzen. Ein homöopathisches Medikament kann unterstützend eingesetzt werden, damit das Tier „offener“ und entspannter in die Trainingssituation hineingeht:

  • übertriebene Ängstlichkeit, Panik
  • Verhaltensänderungen oder Erkrankungen nach einem Trauma, wie Unfall, Trennung von Bezugsperson
  • Unausgeglichenheit, Aggression, Zorn, Zerstörungswut
  • Übelkeit beim Autofahren

Häufig können Mittel nach Art des Auslösers für die Erkrankung gefunden werden:

  • Trauma (Unfall, Schreck, Schock, Stress, Trennung von Bezugsperson, Verlust von Bezugsperson oder „Freund“)
  • Medikamenteneinnahme (Wurmkur, Impfung, Antibiotika)
  • Zu viel, falsches Futter gefressen, Vergiftung

Es kann und soll kein Heilungserfolg versprochen werden. Bei den oben genannten Erkrankungen kann die Homöopathie erfolgreich eingesetzt werden. Der Erfolg hängt aber bei jedem Tier individuell vom allgemeinen Befinden, Alter, Stadium der Erkrankung und dem Können des Therapeuten ab. Auch die Beseitigung der Ursache der Erkrankung (falsche Ernährung, Allergie auf Dinge der häuslichen Umgebung) ist wichtig!

Kontraindikationen

Leider haben nicht alle homöopathischen Medikamente eine Zulassung für den Gebrauch in der Veterinärmedizin. Das heißt, dass nicht zugelassene Mittel nicht bei Tieren angewendet werden dürfen, die der Lebensmittelgewinnung dienen.
Ansonsten bestehen keine Kontraindikationen für eine Therapie mit homöopathischen Medikamenten. Dennoch gibt es Voraussetzungen eines Patienten, die möglicherweise den Erfolg der Therapie behindern. So z.B. Patienten die unter Cortisoneinnahme stehen. Es kann dann individuell entschieden werden ob eine Therapie begonnen werden kann, je nachdem wie lange die Medikation besteht und welche Dosis verabreicht wird.
Auch können homöopathische Mittel bei manchen Erkrankungen alleine nicht den gewünschten Heilerfolg bringen (Tumorerkrankungen, Erkrankungen die einen chirurgischen Eingriff benötigen, etc.). Dennoch können sie immer unterstützend ihre Wirkung entfalten und zur Heilung beitragen.