Für welche Erkrankungen ist die Behandlung mit Manueller Lymphdrainage sinnvoll? Indikationen/Kontraindikationen



Die Behandlung mit Manueller Lymphdrainage ist immer sinnvoll bei ödematösen Schwellungen, gleichgültig an welcher Körperregion sich das Ödem befindet.
  • Wundschwellungen
  • Postoperative Schwellungen
  • Ödeme allg.

Kontraindikationen

  • Schmerzhafte, entzündliche Prozesse: Manuelle Lymphdrainage darf niemals schmerzhaft sein! Auf Schmerz reagiert das Gewebe immer mit einer verstärkten Durchblutung, was zu einem noch größeren Flüssigkeitsstau führt. Deshalb ist bei einer Entzündung oder Schmerzen im Behandlungsgebiet auf eine Manuelle Lymphdrainage zu verzichten.
  • Pilzinfektionen: Das Ablösen und abschwemmen von Pilzmycel in die Blutbahn soll verhindert werden.
  • Infizierte Gewebe/Phlegmone
  • Tumorös verändertes Gewebe: Das Ablösen und abschwemmen von tumorös veränderten Gewebepartikeln soll verhindert werden.
  • Herzinsuffizienz: Durch die Mobilisation von zu viel Flüssigkeit auf einmal besteht das Risiko eines Herzstillstandes, durch die Überlastung des Herzens. Bei schwächlichen Patienten sollte die Therapie deshalb immer vorsichtig begonnen werden, und nicht zu große Hautareale auf einmal behandelt werden.